Junge mit Sonnenbrille spielt Ukulele auf rosa Sofa neben singender Kuh mit Regenbogenschal in Wohnzimmer.

Meine Kuh und ich im dritten Stock

Gute Nachbarn sind wie Einhörner: Man hört von ihnen. Treffen tut man nur Endgegner, die wegen des überraschenden Niesens das SEK rufen.

Deswegen caste ich meine Mitbewohner.
Aktueller Hauptgewinn: Ani und Flo.

Während andere im Haus anonym verrotten, werde ich nach Reisen mit Herzluftballons empfangen, Schokolade zwischendurch oder kleinen Sektflaschen.

Als Single leide ich unter chronischer Überproduktion – ich mache von allem zu viel. Also „halse“ ich ihnen mein selbstgebackenes Brot auf oder teste Mango-Kokos-Experimente an ihnen. Neulich gab es Linsenchili. War eher leider eine kulinarische Kriegserklärung, für die ich mich heute noch entschuldige. Aber Flo (also mein Nachbar) lebt noch, das ist die Hauptsache.

Jetzt kam mir die Idee!

Als Ani neulich eine Zwiebel brauchte, ich aber auch keine zur Hand hatte, entwickelte ich DEN Masterplan schlechthin. Sie pflanzen Gemüse auf dem Balkon, ich schaffe mir eine Kuh als Untermieterin an. Ich meine, hallo, frische Milch direkt aus dem dritten Stock… dazu ein paar Hühner für die morgendliche Ei-Lieferung.

Ein verrücktes Huhn haben sie ja schon nebenan: mich.

Ich lege zwar keine Eier, pfeife dafür aber fröhlich durch die Wohnung. Oder spiele Ukulele und sorge für die musikalische Unterhaltung in unserem Haus.

Ja, also leben lässt es sich hier sehr gut.
Als wäre ich unter Einhörnern. Ich muss nur aufpassen, dass ich nicht vor lauter Harmonie irgendwann spontan zu glitzern beginne.

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