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Datenschutz

Ich mach’s mal floorianisch:

Wennde auf so ’ner Website surfst, hinterlässte Spuren – obde jetz‘ willst oder nich‘.

Und gesetzlich muss ich Dir a u s d r ü c k l i c h erklären, was ich mit den Spuren mache. Also zieh‘ doch bitte die Schuhe vor der Türe aus und fass bloß nix an. Jedenfalss, wennde keine hinterlassen willst, von den Spuren im Sand … öhm, im Netz.

Sind wir schon beim ersten Punkt:

1. Mein Vermieter im Netz

Die Website wohnt bei der IONOS SE, Elgendorfer Straße 57, 56410 Montabaur.

Wenn du auf floo.eu rumgurkst, zeichnen die dort auf, wann du hier warst, mit welchem Gefährt samt Modell (Browser & Version), was du dabei anhattest (Betriebssystem), dein Style (Gerätetyp). Ach ja, und wo du vorher warst (zuvor besuchte Seite) samt VIP-Adresse (okay, eigentlich nur IP-Adresse) – alles in anonymisierter Form.

Mein Vermieter braucht das, damit diese „Wohnung“ sicher und ordentlich funktioniert und jederzeit für dich zugänglich bleibt. Nett von ihm – allerdings zahl‘ ich ihm auch was dafür.

Seine Aufzeichnungen speichert er acht Wochen.

Rechtsgrundlage ist mein berechtigtes Interesse an einem sicheren und funktionierenden Internetauftritt nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO.

Aber mein Vermieter hat auch noch ’nen Hausmeister namens IONOS WebAnalytics. Der wertet die ganzen Aufzeichnungen aus und macht da ne Statistik draus, was auf meiner Website so los is‘. No ja, wenn der Typ nix anderes zu tun hat.

2. Meine Poststelle

Wenn du mir ’n „Brief“ über das Kontaktformular schickst, was mache ich dann?

GENAU, ich lese das, was Du mir geschrieben hast. Alles andere wäre ja auch blöd.

Dein Name, deine Mailadresse und das, was Du mir schreibst, müssen technisch verarbeitet werden. Sonst krieg ich die Nachricht überhaupt nicht. Und dafür musst Du mir im Email-Fenster zustimmen mit diesem kleinen Kästchen.

Wer mich über diese Website engagiert, oder zu ’ner anderen Zusammenarbeit motiviert, dem sei gesagt, dass die Mail dann folgendes betrifft – Achtung, deutscher Gesetzesschlabberabums: „der Verarbeitung der Anbahnung eines Vertrags nach Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO“.

Ja, und sogar, wenn Du mir einfach nur so schreibst – vielleicht sogar einen Liebesbrief –, dann „beruht die Verarbeitung auf meinem berechtigten Interesse daran, deine Nachricht zu bekommen und dir auch antworten zu können, Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO“.

So. Wollteste wissen? Gut, dann weißte das jetzt.

Ach nee, ich muss noch schreiben, wie lange ich Deine Mail bei mir aufbewahre.

Immer natürlich! Nee, darf ich gar nich‘. Darum schreib‘ ich hier ganz Gesetzeskonform, pass auf:

Deine Nachricht behalte ich so lange, wie ich sie für unseren Austausch brauche. Soweit daraus ein geschäftlicher Vorgang entsteht und gesetzliche Aufbewahrungspflichten gelten, kann sie entsprechend länger aufbewahrt werden. Und wenn du sagst, ey, Floo, lösch bitte SOFORT alles, was ich dir geschrieben hab‘ – okay, mach‘ ich dann, soweit keine gesetzliche Pflicht dagegensteht. JAWOLL!

3. Ton, Bild, Audio.com und YouTube

Fotos und Texte liegen in meiner „Wohnung bei meinem Vermieter“, also auf ‚meinem‘ Server, für den ich bezahle.

Die Songliste lese ich aus meiner öffentlich freigegebenen Collection bei Audio.com ein, einem Dienst der MuseCY SM Ltd. in Zypern. Zypern … Ich finde, da sollte ich lieber direkt Ukulele spielen, anstatt bei denen nur im Netz rumzuflacken … Is‘ auch viel sonniger als hier in Deutschland. Anyway.

Weiter im Text:

Ich hab‘ die Liste so toll gemacht, dass sie angezeigt werden kann, ohne dass irgendein Player von Audio.com aufgeht. Zugunsten einer Website ohne Schnickschnack. Erst wenn du einen Song startest, klickt Dein Browser die Audiodatei bei Audio.com im Wurlitzer an (beziehungsweise dessen Auslieferungsinfrastruktur) – dann lässt er sie abspielen und Du kannst sie hören. Ab diesem Zeitpunkt gelten auch die Datenschutzregeln des vom „Wurlitzeranbieter“.

Auch YouTube-Videos liegen erstmal in ihrer eigenen Wohnung – im YouTube-Land. Erst wenn du da klingelst – also das Video anklickst –, wird der YouTube-Player geladen und eine Verbindung zu YouTube hergestellt.

Hab‘ ich aber so raffiniert gemacht, dass ich den sogenannten erweiterten Datenschutzmodus über youtube-nocookie.com eingebaut hab – soweit technisch möglich. Ab dem Klingeln gelten aber auch hier wieder die Datenschutzregeln von YouTube beziehungsweise Google. Zurecht, is‘ ja auch deren Haus.

4. Deine Daten, deine Rechte

So.

Weil es deine Spuren sind, haste natürlich auch Rechte.

Da kannste mich fragen, welche personenbezogenen Daten ich über dich verarbeite. Kannst falsche Daten berichtigen lassen und – “soweit die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind” (boah, klingt das heftig!) – die Löschung oder Einschränkung der Verarbeitung verlangen.

So, und jetzt kommt wieder so’n Mülltext, den keiner liest. Wenn er aber fehlt, dann wird man verklagt, weil das fehlt, was keiner liest. Also:

„Wenn ich deine Daten nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO verarbeite, hast du natürlich außerdem unter den gesetzlichen Voraussetzungen ein Widerspruchsrecht. Diese Rechte ergeben sich insbesondere aus Art. 15 bis 18 und 21 DSGVO.“

Laber – Rhabarber.

Wenn du findest, dass ich mit deinen Daten datenschutzrechtlich Unsinn mache, darfst du dich bei einer Datenschutzaufsichtsbehörde beschweren.

Für Mecklenburg-Vorpommern ist das insbesondere der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin.

Wenn der nett is‘, gehen wir zusammen mit ihm ’nen Kaffee trinken.

Noch was? Nö. Jetzt fällt mir echt nix mehr ein.

Floo, ich mag mich bei dir melden.

Ja, gerne, schreib mir.

Es gibt einen Grund, mir zu schreiben: es gibt keinen, es nicht zu tun.

florian@floo.eu